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Türkei - Urlaub für alle Sinne

von Mario Zieroth
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Türkei - vielseitig und spannend

Die Türkei ist ein Land der riesigen, weiten Ebenen, imposanten Bergketten, fruchtbaren Täler und schroffen Küste, der rasant wachsenden Städte und verschlafenen Dörfer, der geschäftigen Badeorte und menschenleeren Strände. Eine bewegte Geschichte hat hier überall ihre Spuren hinterlassen und das Land ist reich an historischen Orten und archäologischen Ausgrabungsstätten inmitten einer vielgestaltigen, sehenswerten Landschaft.

An der Mittelmeerküste liegen gut erhaltene griechisch-römische Städte wie z. B. Pergamon und Ephesus, während das märchenhaft anmutende Kappadokien in der kargen anatolischen Hochebene in Felsen gehauene Kirchen verbirgt. Istanbul ist der Puls der Türkei und verfügt über zahlreiche Attraktionen, darunter römische Aquädukte, byzantinische Kirchen und osmanische Moscheen und Paläste.

Wie auch immer die Vergangenheit der Türkei geartet sein mag, heute ist es ein dynamisches Land, das kulturelle, wirtschaftliche und politische Veränderungen willkommen heißt, ohne jedoch seine multikulturelle Geschichte und altehrwürdige Tradition der Gastfreundschaft zu vernachlässigen.

Die Türkei grenzt im Nordosten an das Schwarze Meer und Georgien, im Osten an den Iran, im Südosten an den Irak, im Süden an Syrien und das Mittelmeer, im Westen an das Ägäische Meer und im Nordwesten an Griechenland und Bulgarien. Kleinasien (oder Anatolien) umfasst 97% des Landes und liegt auf einer großen breiten Halbinsel. Die Pontic-Bergkette im Norden und die Taurus-Bergkette im Süden umschließen das zentrale Plateau Anatoliens und gehen dann in das riesige Gebirgsgebiet im Osten des Landes über. Hier entspringen die Flüsse Euphrat und Tigris.




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Istanbul

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Sehenswürdigkeiten

Istanbul
Am goldenen Horn gelegen, stellt Istanbul als einzige Stadt der Welt die Brücke zwischen Europa und Asien dar. Die bevölkerungsreichste Metropole der Türkei ist das Zentrum für Handel, Finanzen und Kultur. 2010 war Istanbul Kulturhauptstadt Europas. Ihre Architektur ist von neuzeitlichen und antiken Baustilen geprägt, die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es gibt zahlreiche Museen, Theater-und Opernhäuser. Der alljährliche Vogelzug über Istanbul zieht viele Naturliebhaber in die Stadt. Besondere Sehenswürdigkeiten sind der Sultanspalast aus dem 19. Jhd. und der Topkapi Palast direkt am Bosporus. Beeindruckend sind die Lichtspiele der Cisterna Basilica, einer spätantiken Zisterne, die bei Dunkelheit angestrahlt wird. Der große Basar im alten Istanbuler Stadtteil Eminönü zieht täglich eine halbe Million Besucher an und kann von 08.30-19.00 Uhr (außer sonntags) besucht werden.

Hagia Sophia
Einst als orthodoxe Kathedrale genutzt, wurde die Sophienkirche später in eine Moschee und 1934 in ein Museum umgewandelt. Heute zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die eindrucksvollen Höhepunkte bei der Besichtigung der Hagia Sophia sind der Innenraum mit der einzigartigen Kuppel und den zahlreichen gut erhaltenen Mosaiken. Das steinerne Taufbecken ist vermutlich das größte der Welt. Die Hagia Sophia ist täglich, außer montags, zwischen 09.00 und 19.00 Uhr (im Winter bis 17.00 Uhr) geöffnet.

Blaue Moschee
Die Sultan-Ahmed Moschee ist eines der Wahrzeichen der Stadt Istanbul und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Jahre 1616 fertig gestellt, ist sie heute die Hauptmoschee und eine der größten islamischen Gotteshäuser der Stadt. Die Blaue Moschee erhielt ihren Namen durch die zahlreichen blau-weißen Fahnen im Inneren. Mit ihrem gewaltigen Bau und den sechs Minaretten thront sie auf einem der sieben Hügel der Stadt. In angemessener Kleidung kann die Blaue Moschee täglich besichtigt werden.



Ankara
Die von vielen Touristen unterschätzte Hauptstadt Ankara hat einige sehr sehenswerte Attraktionen zu bieten, darunter viele Parks und hervorragende Museen. Das Wahrzeichen Ankaras ist das Atatürk Mausoleum. Herausragende Museen sind das Ethnografische Museum, das einen guten Einblick in die türkische Kultur gib sowie das Museum für anatolische Zivilisation am Fuße der Zitadelle. Es behandelt die Epochen bis zum ersten vorchristlichen Jahrhundert und viele Exponate erzählen von dieser Zeit. Die Arslanhane Moschee aus dem 13. Jhd. befindet sich im Basar Viertel nahe der Burg und zeichnet sich durch ihre, von 24 Holzpfeilern getragene, Holzdecke aus.

Pamukkale
Im Südwesten des Landes befindet sich eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Türkei. Die Kalkterrassen von Pamukkale ragen schneeweiß empor und schmiegen sich wie Nester an die Felsen. Unablässig rinnt Thermalwasser über dieses bizarre Naturwunder, das auf der Liste der UNESCO steht. Der Zugang zu den Terrassen ist nur barfuß aus Richtung der antiken Stadt Hierapolis möglich. Wenn der Sonnenuntergang die Terrassen blutrot färbt, sollte man unbedingt ein Foto machen.

Kappadokien
Die Felslandschaft von Kappadokien, vom Vulkanismus einzigartig geformt, ist die meistbesuchte Naturlandschaft in der Türkei. Die Steinsäulen, die sogenannten Feenkamine und unterirdischen Städte von Kappadokien befinden sich in Zentralanatolien und gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Durch die geschützte Lage der Höhlenkirchen sind Wandmalereien im Inneren hervorragend erhalten geblieben. Als Lebensraum und zum Schutz vor Angriffen wurden ganze Städte um Göreme in den Felsen gehauen und können besichtigt werden. Fresken zieren die Innenräume der Kirchen und zeigen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament.
Im Herzen der türkischen Region Kappadokien bieten sich Eindrücke, die jeden Traumstrand in den Schatten stellen können. In der kargen Vegetation erheben sich Tuffsteinberge, in die ab dem 4. Jhd. Wohnungen, Stallungen und Kirchen geschlagen wurden. Heute befinden sich in den einstigen Behausungen außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten in Form von Hotels und Pensionen. Diese spannende und einzigartige Landschaft lässt sich zu Fuß erkunden und hält für Besucher viele schöne Überraschungen bereit.




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Türkei

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Pergamon
Die antike Stadt und Ausgrabungsstätte Pergamon zieht jedes Jahr unzählige Besucher an. Heute unter dem Namen Bergama bekannt, befand sich einst das Zentrum der hellenistischen Kultur in Pergamon. Der große Wohlstand spiegelt sich in vielen Fundstücken und Ruinen wider. Sehenswert sind die Reste des Athena-Tempels, der Zeus Altar und das große Amphitheater. Einst soll sich hier die zweitgrößte Bibliothek der Welt befunden haben. Der Pergamon-Altar und die berühmten Tempelanlagen sind das historische Erbe der antiken Stadt.

Bodrum
Die touristische Stadt Bodrum liegt im Südwesten der Türkei und beherbergt eins der sieben Weltwunder der Antike. In alter Zeit Halikarnassos genannt, ist die Stadt heute für das riesige Mausoleum berühmt, das König Mausolos sich zu Lebzeiten als Grabmal bauen ließ. Bodrum entstand aus einer Künstlerkolonie, die 1920 von dem Enkel des damaligen Großwesirs gegründet wurde. Das bekannte Zentrum für türkische Aussteiger und Intellektuelle bietet heute ein buntes Nachtleben und einen imposanten Jachthafen. Die alte Festung am Hafen und das Amphitheater versetzen jeden Besucher für einen Moment in die Vergangenheit.

Troja
Die Stadt Troja im Nordwesten der Türkei war Schauplatz des berühmtesten Krieges zwischen Griechen und Trojanern, von denen auch Homer in seinen Dichtungen erzählte. Im 19.Jhd. begann der Archäologe Heinrich Schliemann mit Grabungen die bis zur heutigen Zeit andauern. Seit 1998 gehören die Ausgrabungsstätten zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein hölzerner Nachbau des Trojanischen Pferdes schmückt das Gelände, auf dem sich antike Ruinen befinden. Zu sehen sind Reste der Straßen und Fundamente sowie Krüge und Amphoren, Teile des Athene Tempels, des Amphitheaters und der Stadtmauern. Bei einem Abstecher in das Archäologische Museum von Canakkale erfährt man Wissenswertes über Troja und kann viele Fundstücke bewundern.




Sumela Kloster
Das ehemalige griechisch-orthodoxe Kloster Sumela stammt aus byzantinischer Zeit und liegt im Nordosten der Türkei. Eindrucksvoll in mehr als 1000 Meter Höhe, wurde das Kloster oberhalb einer Schlucht im Zigana Gebirge in den Fels gehauen. Die ältesten Gebäude stammen aus dem 14. Jhd. Sumela entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Wallfahrtsort. Majestätisch und schön anzusehen sind die Felsenkirche, der Brunnen und die alte Bibliothek, die nach und nach restauriert wurden.

EKO Park Tekirova
Der kleine Ort Tekirova befindet sich an der Südküste, 20 Kilometer entfernt von Kemer. Eine der größten Attraktionen ist der EKO Park, der größte Reptilienpark der Welt. Auf einer Fläche von 50.000 m² können eine Vielzahl verschiedener Reptilien, Schlangenarten, Riesenechsen und Schildkröten besichtigt werden. Ein botanischer Garten bietet eine natürliche Umgebung zum Anfassen. Der Park ist während der Sommermonate geöffnet und mit dem Auto leicht erreichbar.

Bozburun Halbinsel
Eine der unberührtesten und ursprünglichsten Gegenden der Türkei ist die Halbinsel Bozburun am südlichsten Zipfel der Ägäis. Der Hauptort Bozburun ist ein Fischer- und Schwammtaucherort. Im Sommer sieht man viele Gerippe der wuchtigen Holzboote stehen. Diese so genannten Gulets werden hier in langer Tradition gebaut. Im Herbst findet das Bozburun International Gulet Festival statt und lockt viele Besucher auf die sonst verträumte Halbinsel. Antike und verwilderte Stätten wie Thyssanos oder Bantike und auch das Bergdorf Taslica sind Besuchermagnete. Gern wird dem Wanderer in einem Teehaus in Taslica ein kühles Getränk serviert oder eine Kostprobe des Pinienhonigs angeboten, für den Bozburun bekannt ist. Die Bucht von Turunc im Süden der Insel ist ein Paradies für Naturfreunde und Segler. Die Küste der Halbinsel zählt zu den saubersten im ganzen Mittelmeerraum.

Inseln
Viele Inseln der Türkei haben ihren ganz eigenen Reiz und bieten außer ihren schönen Küsten einige weitere Attraktionen für Erholungssuchende, kulturell Interessierte, Sportler und Naturliebhaber. Ein touristischer Geheimtipp ist die Insel Bozcaada, vor der Nordwestküste. Sie ist klein und überschaubar und hat einen schönen Hafen mit Blick auf eine alte Festung. Erholung findet man hier an den versteckten und schönen Stränden oder bei einem Glas guten Wein am Abend, denn Bozcaada ist auch für ihren Weinbau bekannt. Eine weitere ruhige Insel befindet sich westlich von Bodrum: Schon von weitem fallen die drei gabelartigen Hügel von Catalada ins Auge, die wegen dieser Hügel auch Gabelinsel heißt. Sie bietet eine schöne Unterwasserwelt und ist deshalb ein Paradies für Taucher. Die Insel Catalada ist unbewohnt und eignet sich daher besonders für Tagesausflüge. Die Prinzeninseln nahe Istanbul sind ein beliebtes Ausflugsziel am Wochenende. Hier erholen sich Touristen und Istanbuler gleichermaßen. Vier der bewohnten Inseln bieten schöne Ausblicke auf Istanbul und über das Meer und können nur zu Fuß, mit der Pferdekutsche oder dem Fahrrad erkundet werden.




Strände

Ob Lagunen, einsame Strände oder Wassersport, bei 8000 Kilometer Strand an vier angrenzenden Meeren findet jeder seine individuellen Badefreuden in glasklarem Wasser. Seit 1993 werden Strände der Türkei mit der blauen Flagge für Umweltschutz und Sauberkeit ausgezeichnet. Zurzeit sind es fast 400 Strände. Einige der schönsten Strände sind der Icmeler Strand im Gebiet Mamaris, der Kalamaki Strand an der Nordägäis, der sich inmitten ursprünglicher Natur im Dilek Nationalpark befindet, oder der naturbelassene Strand Altinkum nahe Cesme, der kaum über Brandung verfügt und daher besonders geeignet für Kinder ist.

Der bekannteste Strand ist Ölüdeniz, ein Lagunenstrand nahe Fethiye. Einsame Strände bietet die Insel Gökceada an der Nordwestägäis, weil sie kaum touristisch erschlossen ist. Ein Bilderbuchstrand ist der Strand von Kaputas, er ist 150 Meter lang und in die Steilklippen gegraben. Einsam gelegen ist der zwölf Kilometer lange Patara Strand an der lykischen Küste, weil das Gebiet unter Naturschutz steht. Ein Highlight sind die Buchten von Phaselis. Rund um die einstigen Kriegshäfen liegen antike Schätze versteckt. Ungestört kann man mit Taucherbrille die versunkenen Ruinen und Amphoren am Meeresgrund erkunden, – ein perfekter Strand für Hobbyarchäologen.




Türkei

Sportliche Aktivitäten

Nahezu alle Touristenregionen bieten verschiedenste Arten von Wassersport an. Ein Hotspot für Wind-und Kitesurfer ist der Alacati Strand nahe Cesme. Mit Surfschulen und konstanten Winden lockt er Anfänger ebenso wie Fortgeschrittene. Anspruchsvolle Tauchreviere mit glasklarem Wasser gibt es um Kemer und Antalya an der Ägäisküste. Viele Tauchbasen bieten Kurse und Tauchausflüge in die faszinierende Unterwasserwelt oder die Höhlen an. In kleineren Reisebüros ist es möglich, Raftingtouren in das beliebte Taurusgebirge zu buchen.

Die Türkei ist nicht nur ein Paradies für Wassersportler. Das Land bietet außer den Küsten verschiedenartige Landschaften und damit ideale Bedingungen für zahlreiche Sportarten unter freiem Himmel. Der Berg Uludag in der Nähe von Bursa, ist zwischen Januar und April eines der beliebtesten Wintersportziele der Türkei. Schwierige Pisten und Herausforderungen für Skifahrer gibt es in Palandoken, in der Nähe von Erzurum. Auch Bergsteiger und Wanderer kommen in der Türkei voll auf ihre Kosten. Viele Trekkingrouten zum Beispiel der Lykische Weg oder der Paulus Weg gehören zu den besten Wanderwegen der Welt. Auf einer Länge von bis zu 500 Kilometern bieten sich Naturschauspiele, atemberaubende Aussichten und antike Stätten gleichermaßen.




Kulinarisches

Speisen

Lammfleisch steht auf allen Speisekarten, z. B. als Shish Kebab (gegrillte Lammspieße) und Döner Kebab (Lammfleisch am Drehspieß). Fische und Schalentiere sind ebenfalls sehr frisch, Spezialitäten sind Barbunya (Meerbarben) und Kilic Baligi (Schwertfisch). Dolma (mit Nüssen und Rosinen gefüllte Weinblätter) und Karniyarik (mit Hackfleisch gefüllte Auberginen) sollte man ebenfalls versuchen.

Getränke

Ayran (ein erfrischendes Getränk aus Jogurt), in Gläsern servierter Apfeltee und starker, schwarzer türkischer Kaffee sind überall erhältlich. Der Genuss von Alkohol ist nicht verboten, während des Fastenmonats Ramadan sollte man aber den Sitten und Gebräuchen des Landes Rechnung tragen und keinen Alkohol trinken. Das einheimische Bier und die Weine sind ausgezeichnet. Das Nationalgetränk Raki (Anisschnaps) wird milchig, wenn man Wasser zugibt, und wird daher auch »Löwenmilch« genannt. Raki zu trinken ist ein Ritual, normalerweise werden dazu verschiedene Meze (Vorspeisen) serviert.



Beste Reisezeit

Die Türkei lohnt sich das ganze Jahr über als Reiseziel. Die Gebiete an den Küsten der Ägäis, des Mittelmeeres und am Marmara-Meer haben typisches Mittelmeerklima mit heißen Sommern und milden Wintern.




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